I am on a lonley road and I am traveling

Songs der Stunde: Joni Mitchell - All I Want // Joni Mitchell - This Flight Tonight // The Beatles - Eleonor Rigby // Regina Spektor (Geheimtipp!) - Buildings // Regina Spektor - Fidelity // Tori Amos - Silent All These years // Feist - So sorry // Frou Frou - Hear Me Out // The Wreckers - Leave The Pieces


[Hunter S. Thompson]

Inspiration! So viel Kunst und schlaue Gedanken im Moment um mich herum, will wirr schreiben können wie Hunter S. Thompson, recherchieren wie Kisch und lange Bandwurmsätze mit Sinn aneinanderreihen wie Brinkmann, will so belesen sein wie mein Prof, will Songs schreiben können und das, was ich denke in richtige Wort packen. Jetzt sitze ich hier im Ferienhaus und schreibe Gedankenfetzen auf, um gleich mit dem Musiker zusammen einen Song zu Papier zu bringen. Aber irgendwie krieg ich kein Reimschema hin. Nicht, dass es sich reimen müsste, tuts ja bei Nina Hagen auch nicht, dann nämlich ist es Punk, aber irgendwie ist das ganze runder, wenn die Worte zueinander passen. Und wie ich hier gerade so schnell tippe, merke ich, dass die Brinkmannschen Bandwurmsätze in einem Weblog nicht funktionieren. Entschuldigt. Worum solls in dem Song gehen? Um weglaufen. Weglaufen vor Situationen, Gefühlen und ein bisschen vor der Konfrontation mit sich selber. Tightrope Walker ist grad mein Lieblingswort. Denn so fühle ich mich. Wie eine Seiltänzerin tänzel ich durch meinen Alltag, immer darauf bedacht keinen falschen Schritt zu machen, damit ich nicht wieder so tief falle. Metaphorik!

Ich muss manchmal selber ein bisschen über mich schmunzeln. Darüber, dass ich manche Leute verehre, voller Ehrfurcht und Hochachtung saß ich gestern in der Vorlesung und habe erst meinen Magisterprof und seine verdammt coole gebildete Art bewundert und anschließen den Feuilleton-Chef der Süddeutschen angehimmelt. Der hat nämlich über den Zusammenhang von Pop-Musik und Hochkultur referiert und meine These unterfüttert, dass Pop-Musik durchaus als Kunst anzusehen ist und nicht nur trivial daherkommt. Meine Frage: Wie werde ich Feuilleton-Chefin ? Dann gibts nämlich jede Woche eine Musik-Beilage. Jawoll.

So, ich stecke nun mal meine Texte in das Handtäschchen und ab gehts zum Mikrofon. Mit Prosecco dabei. Und noch etwas: Glück ist einfach nur eine Frage der EInstellung. Sollte ich mir morgen nochmal durchlesen.

 

11.5.07 20:55

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lars (15.5.07 16:44)
Hallo!!
Wie man Feuilleton-Chefin wird? Ich kanns Dir sagen. Zumindest eine Grundvoraussetzung ist wichtig. Ob die allerdings reicht, ich weiß es nicht. Wichtig ist aber: wissen, wie man "Feuilleton" richtig schreibt...
Grüße aus der - doch nicht ganz so dummen - BILD-Redaktion


Hannah (15.5.07 16:47)
eyyy das war nen tipp fehler! ich bin eigentlich recht schlau, kommt manchmal nur nich so rüber :P


Hannah (15.5.07 17:23)
PS: was rufste meine mama eigentlich auf mallorca an ? unerhört! ich recherchiere grad für meine magisterarbeit zum thema "fiktionalität im journalismus". kann der BILD-Redakteur da auch was zu sagen ?


Lars (18.5.07 09:08)
"fiktionalität im journalismus" - hä????
Kein Plan.
Woher soll ich denn wissen, dass Deine Mama auf Malle weilt? Das ist der Nachteil bei Handys - der Anrufer hat nie Ahnung wo sich der Angerufene gerade befindet. Ich mach mein Gerät deswegen immer aus, wenns nicht passt. Aber ich freu mich für Deine Ma, ein paar Tage auf einer Insel entspannen zu dürfen. Würd ich auch gerne.

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