Somewhere over there where things just seem to grow

Songs der Stunde: The Zutons - Dirty Dancehall // The Zutons - Remember // Broken Social Scene - Anthem for a Seventeen year old Girl // Miriam Makeba - African Convention // Mafikizolo - Emlanjeni // Bornsnyder - Can Still Feel You

Ein neuer Tag. Der Tag setzt sich zusammen aus dem Klingeln des Weckers, Wake up little darling we got a lot of things to do, oder doch nicht. Umdrehen, aber die Haustür knallt laut. Ich bin wach. Schleppe mich unter die Dusche, Milch eingeschüttet. Kein Essen heute früh. Kein Appetit. Und dann? Immer wieder den gleichen Text durchlesen, wieder ein Fehler gefunden. Doch worum geht es eigentlich? Zu viel darüber nachgedacht, Begriffe zu oft benutzt um zu wissen, was sie eigentlich bedeuten. Worte verlieren irgendwann ihre Bedeutung. Das Telefon schweigt. Verliere mich in Plänen, in Vorfreude auf das, was irgendwann mal kommen wird. Oder denke an das was mal war. An das, was mich mal glücklich gemacht hat. Der Spaziergang durch Liverpool zum Beispiel. Der Sonnenuntergang in Sossusvlei. Das Flohmarktbummeln in Berlin. Zutons angemacht. Komisch, die Klänge führen mich zurück zur Bronzefigur von John Lennon und zurück zu den komischen gelben Wassermobilen. Und den tollen Schmuckladen, in dem ich vor lauter Glück fast ohnmächtig geworden bin. Aber das war mal alles. Jetzt ist nichts. Würde gerne schlafen, wie Dornröschen und dann einfach irgendwann wieder aufwachen. Woanders. Und dass dann plötzlich alles schön ist. Aber das geht ja nicht. Spätestens wenn die Tür knallt bin ich wach. Also suche ich weiter. Ich bin eine Glückssucherin. Ein Plausch mit dem Dozenten in der Bib, ein paar freundliche Worte. Dann der Postbote, dem ich extra noch die Tür aufschließe. So nett war lange keiner mehr zu mir, sagt er
und freut sich. Zu mir auch nicht, denke ich und radle los. HundM macht kurz glücklich, der Latte Macchiato im Kunstcafé auch, die Johanniskraut Tabletten tun ihr übriges, das Layoutproblem gelöst, Bierchen am Eck getrunken. Sehr viel kurzes Glück für einen Tag. Gut. Weiter so. Eigentlich ist mir gerade nicht nach Welt. Aber gut, Rotwein und Sprite geschnappt, mit Rouge die blassen Bäckchen gepudert und los zu lieben Menschen. Auf der Suche nach Glück. Nicht aufgeben.

30.8.07 20:12

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